
Vogel-Grundkurs 2026
Spannender Bienenvortrag mit Expertin von BienenSchweiz

Am 17. September 2025 organisierte der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach (NVVT) einen informativen Vortrag über Bienen. Die Expertin Sarah Grossenbacher von BienenSchweiz erklärte den 21 anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern eindrücklich die Unterschiede zwischen Honigbienen und Wildbienen – und öffnete dabei so manches Staunen über die faszinierende Welt dieser Insekten.
Besonders beeindruckend war die Zahl der Tiere in einem Honigbienenvolk: Bis zu 30’000 Arbeiterinnen und im Frühling/Sommer bis zu 8’000 Drohnen leben in einem Volk mit einer einzigen Königin. Die Königin selbst kann drei bis fünf Jahre alt werden. Ob eine neue Königin benötigt wird, entscheiden die Arbeiterinnen. Dafür wählen sie eine Larve aus einem befruchteten Ei aus und füttern diese mit dem besonderen Futter Gelee Royal – wodurch eine neue Königin entsteht.
Ganz anders leben die meisten Wildbienen. Im Gegensatz zu den Honigbienen bilden sie keine grossen Völker, sondern sind Einzelkämpferinnen – sogenannte Solitärbienen. Mehr als die Hälfte von ihnen nistet im Boden, etwa in sandigen Flächen oder an Wegrändern. Andere suchen Nistplätze in Totholz, in markhaltigen Pflanzenstängeln (z. B. Brombeere, Karde) oder in Hohlräumen wie Spalten zwischen Steinen oder Schneckenhäusern. Überraschend war die Information, dass viele Wildbienenhotels aus dem Detailhandel für Wildbienen kaum geeignet sind.
Viele Wildbienenarten sind hoch spezialisiert und auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen – so wie etwa die Zaunrüben-Sandbiene. Leider haben viele Wildbienenarten ihre Lebensräume verloren, sowohl Nistplätze als auch die benötigten Pflanzen. Heute sind bereits 35 % der Wildbienenarten gefährdet und 10 % sogar ausgestorben.
Als Take-Home-Botschaft nahmen die Teilnehmenden mit:
- Naturnahe, vielfältige Gärten helfen den Bienen.
- Einheimische Blumen pflanzen ist ein wichtiger Beitrag.
Weitere praktische Tipps für bienenfreundliche Gärten findet man unter: www.bienen.ch/gartentipps
Der Vortrag hat uns deutlich gemacht, wie wertvoll Bienen für die Natur sind – und wie jede und jeder von uns mit kleinen Massnahmen im Garten oder auf dem Balkon zu ihrem Schutz beitragen kann.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Referentin von BienenSchweiz für ihren engagierten und spannenden Vortrag.

Foto: Cristina Sanchis Grob

Foto: sechsbeine.de
Der Igel unser geliebtes Stacheltier
Am 04. September fand der vom Natur- und Vogelschutzverein Trimbach organisierte Igelvortrag mit dem Verein Igel-Hilfe im Mühlemattsaal Trimbach statt.
Der Verein Igel-Hilfe wurde 2021 von Piet Umiker, welcher in Niedergösgen auch ein Tierheim und das Tierhotel 5 Stern AG betreibt, gegründet.
Laura Sandmeier, Leiterin der Igelhilfe Schweiz in Niedergösgen brachte den rund 40 Anwesenden in anschaulicher und professioneller Weise das Wesen der Igel näher.
Der bei uns heimische Braunbrustigel hat sich im Laufe der Zeit vom Waldtier zu einem Kulturfolger entwickelt, ohne dabei seinen seit Jahrtausenden bewährten Körperbau zu verändern.
Das führte dazu, dass der Igel, welcher sich bei Gefahr dank seiner speziellen Hautmuskulatur komplett zu einem Stachelball zusammenrollen kann, leicht zum Opfer des Strassenverkehrs oder diverser motorisierter Gartengeräte wird.
Der Igel als Insektenfresser, welcher meist nachts unterwegs ist, ist auf uns Menschen als Gestalter seines Lebensraums angewiesen. Wo auch immer die Möglichkeit besteht seinen Garten oder einen Teil davon naturnah zu gestalten, erweist dem Igel und vielen anderen Lebewesen einen grossen Dienst.
Da der Igel ein Wildtier ist, darf er nicht einfach eingefangen und nach Hause genommen werden. Beobachtet man jedoch einen Igel und ist sich nicht sicher, ob es diesem gut geht, nimmt man am besten zuerst Kontakt mit einer Fachstelle auf. Nicht jeder Igel, welcher uns bei Tag begegnet, braucht unsere Hilfe. Bei kleinen Igeln muss zuerst kontrolliert werden, ob die Igel-Mutter noch da ist. Ansonst muss bei den kleinsten sofort gehandelt werden, da diese sehr schnell unterkühlen sowie verhungern.
Die Mitarbeiter der Igelstation haben rund 40 Igelzimmer, in welchen sie zu kleine, kranke oder verwahrloste Igel auffüttern und sich um teilweise schwer verletzte Tiere kümmern. Die Aufzucht der sehr drolligen Igelbabys, welche alle 2 Stunden gefüttert werden müssen, erfordert spezielle Kenntnisse und Pflege. Dank der aufopfernden Pflege der Angestellten und ehrenamtlich Tätigen konnte schon vielen Igeln geholfen werden.

