Auch dieses Jahr – vom 29. bis 31. August – durften wir am Trimbacher Dorfmäret wieder unsere beliebte Raclette-Stube betreiben. Der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach (NVVT) freut sich sehr, dass das Wochenende ein voller Erfolg war: Viele Gäste haben bei uns Halt gemacht und die gemütliche Atmosphäre sowie das feine Raclette genossen. Vielen Dank für euren Besuch!
Ein grosser Dank geht auch an alle, die mitgeholfen haben. Mit eurem Einsatz und eurer Unterstützung konnte unsere Raclette-Stube reibungslos laufen.
Liebe Freundinnen und Freunde des Natur- und Vogelschutz Vereins Trimbach (NVVT)
Unser Verein macht in diesem Jahr beim Lokalbonus mit und hat die Chance auf finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank. Wenn ihr Genossenschaftsmitglieder oder YoungMemberPlus-Kunden bei dieser Bank seid, könnt ihr eure Stimme für unseren Verein / unser Projekt abgeben. Je mehr Stimmen wir erhalten, desto mehr Geld bekommen wir. Stimmt also fleissig für uns ab! Hier geht’s zum Projekt/Verein:
Teilnehmer/-innen bei der Winterlinde. Bild: Cristina Sanchis Grob
Am 15. Juni 2025 trafen sich 13 naturinteressierte Menschen um 8:30 Uhr bei der Vogelhütte zu einer spannenden Wald- und Gartenexkursion. Das Wetter zeigte sich zwar etwas regnerisch, jedoch angenehm kühler.
Begrüsst wurden wir mit ein paar freundlichen Worten unseres Vereinspräsidenten, der den Tag einleitete, bevor unser engagiertes Vereinsmitglied Bruno Hirsbrunner die Führung zur Waldexkursion übernahm. Mit viel Fachwissen erklärte er uns die Vielfalt der einheimischen Nadelhölzer. In der Schweiz gibt es insgesamt 13 bis 14 verschiedene Nadelholzarten. Besonders häufig sind die Lärche, die Fichte (Rottanne) und die Weisstanne. Ergänzt wird die Vielfalt durch Arten wie Arve, Eibe und Föhre.
Ein Zwischenhalt galt einem Garten, in dem eine mächtige Winterlinde steht. Hier erklärte der Exkursionsleiter anschaulich den Unterschied zwischen Sommer- und Winterlinde: die Blätter der Winterlinde sind auf der Unterseite behaart. Beide Arten ziehen zahlreiche Tag- und Nachtfalter sowie weitere Insekten an und sind somit ökologisch besonders wertvoll.
Auf dem Weg in den Wald wurde die Vegetation an sonnigen und schattigen Standorten thematisiert. Dabei lernten wir den Unterschied zwischen Alpenziest und Waldziest kennen: der Alpenziest wird grösser als der Waldziest (ca. 1 m hoch).
Ein weiteres Highlight war das Treffen mit einer Traubeneiche, bei dem der Unterschied zur Stieleiche erklärt wurde: die Blätter der Traubeneiche sind länger gestielt.
Ein besonderer Moment war die Begegnung mit einer Eibe, bei der Bruno Hirsbrunner faszinierende Aufnahmen präsentierte, die er mit dem Rasterelektronenmikroskop von Eibenblättern gemacht hatte. Anhand dieser Bilder zeigte er eindrucksvoll, wie komplex und „high-tech“ selbst kleinste Strukturen in der Natur sind.
Bei der Wernli-Villa übernahm ein weiteres Vereinsmitglied, Heinz Niedermann, die Führung durch seinen naturnahen Garten, den er seit dem Kauf der Villa vor ca. 27 Jahren liebevoll gestaltet. Ohne Pestizide oder Fungizide bietet sein Garten ein Refugium für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In verschiedenen Nischen blühen Wildpflanzen, und der ehemalige Swimmingpool wurde in einen lebendigen Teich umgewandelt, der Frösche und andere Tiere anzieht.
Der Ausklang der Exkursion fand wieder bei der Vogelhütte statt – in gewohnt gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Gipfeli. Ein gelungener und lehrreicher Vormittag, der einmal mehr zeigte, wie reichhaltig und faszinierend unsere heimische Natur ist. Ein herzlicher Dank geht an die beiden Exkursionsleiter für ihre fachkundige und engagierte Führung.
Zur Frühlingsexkursion vom 18. Mai 2025 um 07.00 Uhr versammelten sich beim Mühlemattsaal 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Begrüsst wurden wir vom Schwarzmilan und einer Gruppe Mauersegler. Wie wir von unserem Exkursionsleiter Pascal Jäggi erfuhren, war der Schwarzmilan ungewöhnlich früh unterwegs, fliegen die Greifvögel in der Regel doch zwischen 10 bis 12 Uhr. Die Mauersegler sind dieses Jahr eine Woche früher von ihrem Aufenthalt im Süden zurück. Sie sind Kolonien-Brüter und verbringen den grössten Teil ihres Lebens inklusive schlafen in der Luft. Ein Girlitz gab seinen Gesang zum Besten und mit Tempo flog ein Buntspecht vorbei. Weiter hörten wir die Gesänge der Mönchsgrasmücke, der Blaumeise und des Stieglitzes (Distelfink) und auch ein Turmfalke stand unserem Fotografen Modell.
Beim Bauernhof trafen wir auf den Hausrotschwanz und die Bachstelze, die ihr Junges fütterte. Im letzten Teil der Exkursion ab der Breite Richtung Bannwald begleitete uns der Gesang der Singdrossel, auch die Amsel, der Zaunkönig und der Zilpzalp waren immer wieder zu hören. Hoch über uns flog eine Schar Graugänse ihre V-Formation und auch ein Mäusebussard zeigte sich am Himmel.
Zum Abschluss, bevor im Restaurant Mohr in Trimbach der Anlass mit Kaffee und Gipfel endete, gab noch ein Sommergoldhähnchen seine Gesangskünste zum Besten. Insgesamt beobachteten und hörten wir 34 Vogelarten, über die unser Exkursionsleiter einiges zu erzählen wusste. Die ganze Gruppe war sich einig: es war spannend und sehr interessant.
Amsel. Bild: Christoph HenzmannBachstelze mit Nachwuchs. Bild: Christoph Henzmann
Am Samstag, 3. Mai 2025 von 10.00 – 14.30 Uhr war vor dem COOP in Trimbach lautes Vogelgezwitscher zu hören. Der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach machte Werbung. Es gab viele interessante und spannende Gespräche und wer weiss, vielleicht auch wieder neue Gesichter im Verein.
Unsere erste gemeinsame Vogelexkursion im Jahr 2025 führte uns nach Fanel in Cudrefin. Die siebenköpfige Gruppe traf sich am 1. März 2025 um 8 Uhr beim Parkplatz La Sauge. Bereits beim Parkplatz hörten wir den Grünfink, den Buchfink, den Haus- und den Feldsperling sowie den Star.
Das Naturschutzgebiet Fanel befindet sich im Drei-Seen-Land, eine malerische Region in der Westschweiz, die sich über die Kantone Bern, Freiburg, Waadt und Neuenburg erstreckt. Seinen Namen verdankt es den drei grossen Seen: dem Neuenburgersee, dem Murtensee und dem Bielersee. Das Sumpfgebiet, bekannt für seine fruchtbaren Böden, wurde für die Landwirtschaft trockengelegt. Die Renaturierung des Fanel-Gebiets erfolgte aufgrund von Ausgleichsmassnahmen und brachte viele seltene Tier- und Pflanzenarten zurück. Dies machte die Region zu einem begehrten Ort für die Vogelbeobachtung und den Naturschutz.
Während unseres Spaziergangs Richtung Vogelobservatorium konnten wir bereits zahlreiche Kormorane, Mittelmeermöwen und Höckerschwäne beobachten. Auch Stock-, Schnatter- und Krickenten sowie mehrere Graureiher waren zu bestaunen. Die Singdrossel, die Bachstelze und der Gartenbaumläufer waren noch zu hören, während Grau- und Nilgänse auf der Wiese grasten.
Auf dem Beobachtungsturm konnten wir weitere Arten sichten, die uns Freude bereiteten: die Schellente, den Haubentaucher und den Gänsesäger.
Auf dem Weg zurück entdeckten wir auf der Wiese eine Weisswangengans und eine Gruppe von Brachvögeln, die uns als letzte Sichtungen noch ein breites Lächeln auf unsere kalten Gesichter brachten.
Trotz der kühlen Temperatur und dem zum Teil starken Wind durften wir an diesem Tag zahlreiche Vogelarten beobachten und hören.
Wie jedes Jahr trafen sich die Mitglieder des Natur- und Vogelschutz Vereins Trimbach (NVVT) mit Begleitung zum Jahresendbummel. Am Samstag, 21. Dezember 2024 fuhren wir mit der Buslinie 506 von Trimbach bis zur Kirche St. Katharina in Hauenstein-Ifenthal. Das sonnige und herrliche Wetter begleitete die Spaziergänger*innen auf dem Weg Richtung General Wille-Haus. Die schöne Aussicht in die Alpen und die gemütlichen Gespräche rundeten die wunderschöne Wanderung ab. Nach circa einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Im General Wille-Haus liessen sich die 28 Anwesenden mit Suppe, Würstli, Brot, Kaffee und Dessert verpflegen.
Unsere Kassiererin, Brigitte Jäggi, übernahm die Ansprache aufgrund der krankheitsbedingten Abwesenheit unseres Vereinspräsidenten Pascal Jäggi. Sie liess das Jahr Revue passieren und informierte uns über neue Mitgliedschaften sowie über die kommenden Veränderungen im Vorstand.
Ein herzliches Dankeschön an Beni und Alice Hüsler für die Organisation dieses sehr gelungen Jahresendbummels und an alle Mitglieder für die grossartige Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz im Verein! Die Arbeit und das Engagement von allen machen unseren Verein zu dem, was er ist – eine gesellige und harmonische Gemeinschaft, die sich für den Natur- und Vogelschutz einsetzt.
Für das neue Jahr hat unser Verein spannende Aktivitäten geplant, die nicht nur Gemeinschaft und Freude fördern, sondern auch aktiv zum Schutz der Natur und unserer Vogelwelt beitragen. Wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit bestehenden und möglichen weiteren neuen Mitgliedern durchführen zu können.
Am 22. September 2024 pünktlich um 8:30 Uhr haben sich sieben begeisterte Vogelbeobachter*innen des NVVT am Klingnauer Stausee getroffen. Bei dichtem Nebel machten sich die Teilnehmer*innen auf den Weg entlang der Kanalstrasse. Bereits am Anfang konnten Strassentauben, Rabenkrähen, Kormorane, Graureiher und sogar ein Gartenbaumläufer gesichtet werden. Beim Klingnauer Stausee, der ein Rastplatz für Zugvögel ist, erhofften sich die Teilnehmer*innen die Sichtung verschiedener Watvögel (Limikolen) und Enten. Diese können vom Aussichtsturm beim BirdLife Naturzentrum wunderbar beobachtet werden. Eine Gruppe von ca. 20 Bekassinen, der grosse Brachvogel, ein Silberreiher, Blässrallen, Rostgänse, Stock-, Schnatter- und Krickenten rasteten gemütlich auf den Gewässern der Auenlandschaft.
Der Ruf des Eisvogels war immer präsent und er flog immer wieder schnell vorbei, so dass er sich nicht gut beobachten liess. Auf dem Retourweg machten wir uns auf die Suche nach dem Eisvogel und so entdeckten wir ihn zu unserer Begeisterung sitzend auf einem Ast. Die Teilnehmer*innen konnten die Flugshow und die flimmernden Blaufarben des Eisvogels bewundern und zahlreiche Fotos machen.
Fast am Schluss unseres Spaziergangs hörten wir einen Grünspecht, der schnell vorbeiflog.
Insgesamt 41 Vogelarten konnten an diesem herbstlichen Tag gesichtet und/oder gehört werden. Ein Kaffee mit einem feinen Dessert beim „Frei’s aarRain Café“ in Döttingen konnten unseren Hunger und unseren Durst stillen. Wieder einmal lohnte es sich am Sonntag früh aufzustehen!
Am 04. September fand der vom Natur- und Vogelschutzverein Trimbach organisierte Igelvortrag mit dem Verein Igel-Hilfe im Mühlemattsaal Trimbach statt.
Der Verein Igel-Hilfe wurde 2021 von Piet Umiker, welcher in Niedergösgen auch ein Tierheim und das Tierhotel 5 Stern AG betreibt, gegründet.
Laura Sandmeier, Leiterin der Igelhilfe Schweiz in Niedergösgen brachte den rund 40 Anwesenden in anschaulicher und professioneller Weise das Wesen der Igel näher. Der bei uns heimische Braunbrustigel hat sich im Laufe der Zeit vom Waldtier zu einem Kulturfolger entwickelt, ohne dabei seinen seit Jahrtausenden bewährten Körperbau zu verändern.
Das führte dazu, dass der Igel, welcher sich bei Gefahr dank seiner speziellen Hautmuskulatur komplett zu einem Stachelball zusammenrollen kann, leicht zum Opfer des Strassenverkehrs oder diverser motorisierter Gartengeräte wird.
Der Igel als Insektenfresser, welcher meist nachts unterwegs ist, ist auf uns Menschen als Gestalter seines Lebensraums angewiesen. Wo auch immer die Möglichkeit besteht seinen Garten oder einen Teil davon naturnah zu gestalten, erweist dem Igel und vielen anderen Lebewesen einen grossen Dienst.
Da der Igel ein Wildtier ist, darf er nicht einfach eingefangen und nach Hause genommen werden. Beobachtet man jedoch einen Igel und ist sich nicht sicher, ob es diesem gut geht, nimmt man am besten zuerst Kontakt mit einer Fachstelle auf. Nicht jeder Igel, welcher uns bei Tag begegnet, braucht unsere Hilfe. Bei kleinen Igeln muss zuerst kontrolliert werden, ob die Igel-Mutter noch da ist. Ansonst muss bei den kleinsten sofort gehandelt werden, da diese sehr schnell unterkühlen sowie verhungern.
Die Mitarbeiter der Igelstation haben rund 40 Igelzimmer, in welchen sie zu kleine, kranke oder verwahrloste Igel auffüttern und sich um teilweise schwer verletzte Tiere kümmern. Die Aufzucht der sehr drolligen Igelbabys, welche alle 2 Stunden gefüttert werden müssen, erfordert spezielle Kenntnisse und Pflege. Dank der aufopfernden Pflege der Angestellten und ehrenamtlich Tätigen konnte schon vielen Igeln geholfen werden.
Bild: Pirol in Meienried, Grundkurs-Exkursion (Pascal Jäggi)
von Cristina Sanchis Grob
Wer hat sich schon mal gefragt, wie der Vogel im Garten heisst, welcher Vogel morgens draussen singt oder wo man in der Region einen Eisvogel beobachten kann?
Im ornithologischen Grundkurs werden die häufigsten Vogelarten behandelt, die beim Blick in den Garten oder beim Spazieren im Wald oder am See beobachtet werden können.
Der Grundkurs startet jeweils im Dezember und kann in der Dauer flexibel gestaltet werden. So können die einheimischen Vögel und Zugvögel vom Frühling bis Spätsommer erlernt und gleichzeitig in der Natur beobachtet werden.
Im Theorieteil des Grundkurses lernt man verschiedene Vögel anhand von Merkmalen, Verhalten oder Gesang kennen. Zur Vertiefung des Erlernten werden an Exkursionen die Vögel in den jeweiligen Lebensräumen beobachtet und bestimmt. Zudem bekommt man einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten für den Schutz der potenziell gefährdeten Lebensräume.
Unser Vereinspräsident Pascal Jäggi und seine Frau Brigitte Jäggi leiten den Grundkurs und vermitteln ihr umfangreiches Wissen über die Vogelwelt auf eine professionelle und gleichzeitig humorvolle Art. Ihre Begeisterung für den Natur- und Vogelschutz und ihre nette und kollegiale Art ist bewundernswert.
Ich kann den Grundkurs bei ihnen wärmstens empfehlen. Seit einem Jahr bin ich Mietglied vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach. Vögel haben mich immer fasziniert. Deshalb wollte ich unbedingt wissen, was da draussen fliegt und piepst. Nach dem erfolgreichen Abschluss vom Grundkurs kenne ich bereits über 80 verschiedene Vogelarten und kann somit meine eigenen Naturbeobachtungen machen. Der Vogelgesang, die Flugfähigkeit der Vögel, der Vogelzug und das Brutgeschäft der einzelnen Arten ist beeindruckend!
Wenn Sie sich überlegen, den ornithologischen Grundkurs zu absolvieren oder Mitglied unseres Vereins zu werden, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.