Wald- und Gartenexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Trimbach (NVVT)

Teilnehmer/-innen bei der Winterlinde. Bild: Cristina Sanchis Grob

Am 15. Juni 2025 trafen sich 13 naturinteressierte Menschen um 8:30 Uhr bei der Vogelhütte zu einer spannenden Wald- und Gartenexkursion. Das Wetter zeigte sich zwar etwas regnerisch, jedoch angenehm kühler.

Begrüsst wurden wir mit ein paar freundlichen Worten unseres Vereinspräsidenten, der den Tag einleitete, bevor unser engagiertes Vereinsmitglied Bruno Hirsbrunner die Führung zur Waldexkursion übernahm. Mit viel Fachwissen erklärte er uns die Vielfalt der einheimischen Nadelhölzer. In der Schweiz gibt es insgesamt 13 bis 14 verschiedene Nadelholzarten. Besonders häufig sind die Lärche, die Fichte (Rottanne) und die Weisstanne. Ergänzt wird die Vielfalt durch Arten wie Arve, Eibe und Föhre.

Ein Zwischenhalt galt einem Garten, in dem eine mächtige Winterlinde steht. Hier erklärte der Exkursionsleiter anschaulich den Unterschied zwischen Sommer- und Winterlinde: die Blätter der Winterlinde sind auf der Unterseite behaart. Beide Arten ziehen zahlreiche Tag- und Nachtfalter sowie weitere Insekten an und sind somit ökologisch besonders wertvoll.

Auf dem Weg in den Wald wurde die Vegetation an sonnigen und schattigen Standorten thematisiert. Dabei lernten wir den Unterschied zwischen Alpenziest und Waldziest kennen: der Alpenziest wird grösser als der Waldziest (ca. 1 m hoch).

Ein weiteres Highlight war das Treffen mit einer Traubeneiche, bei dem der Unterschied zur Stieleiche erklärt wurde: die Blätter der Traubeneiche sind länger gestielt.

Ein besonderer Moment war die Begegnung mit einer Eibe, bei der Bruno Hirsbrunner faszinierende Aufnahmen präsentierte, die er mit dem Rasterelektronenmikroskop von Eibenblättern gemacht hatte. Anhand dieser Bilder zeigte er eindrucksvoll, wie komplex und „high-tech“ selbst kleinste Strukturen in der Natur sind.

Bei der Wernli-Villa übernahm ein weiteres Vereinsmitglied, Heinz Niedermann, die Führung durch seinen naturnahen Garten, den er seit dem Kauf der Villa vor ca. 27 Jahren liebevoll gestaltet. Ohne Pestizide oder Fungizide bietet sein Garten ein Refugium für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In verschiedenen Nischen blühen Wildpflanzen, und der ehemalige Swimmingpool wurde in einen lebendigen Teich umgewandelt, der Frösche und andere Tiere anzieht.

Der Ausklang der Exkursion fand wieder bei der Vogelhütte statt – in gewohnt gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Gipfeli. Ein gelungener und lehrreicher Vormittag, der einmal mehr zeigte, wie reichhaltig und faszinierend unsere heimische Natur ist. Ein herzlicher Dank geht an die beiden Exkursionsleiter für ihre fachkundige und engagierte Führung.