Am Sonntag, 21.09.2025, führte uns die jährliche Herbstexkursion in die Verenaschlucht bei Solothurn. Acht Teilnehmende genossen das warme, trockene Herbstwetter und entdeckten unterwegs eine schöne Vielfalt an Vögeln. Bereits beim Parkplatz zeigten sich Schwanzmeisen und Stare. Auf dem Weg Richtung Schlucht haben wir den Gartenbaumläufer, das Rotkehlchen, Rabenkrähe, der Zilpzalp, Blaumeisen, Kohlmeisen, Amsel, Haussperling und Sumpfmeisen gesehen bzw. gehört. Besonders auffällig war eine vorbeifliegende Saatkrähe, deren heiserer und längerer Ruf sich klar von dem der Rabenkrähe unterscheidet.
In der Schlucht und im angrenzenden Wald waren zudem Zaunkönig, Grün- und Schwarzspecht, Kleiber, Tannen- und Haubenmeise sowie Misteldrossel und Eichelhäher zu hören. Zum Abschluss der Exkursion liessen sich noch ein Mäusebussard und ein Rotmilan blicken.
Insgesamt konnten wir 26 Vogelarten beobachten oder hören. Gerade im Herbst ist dies keine Selbstverständlichkeit, da viele Arten bereits auf dem Zug sind oder weniger aktiv singen. Umso mehr wurde uns bewusst, dass die Natur bei jeder Exkursion neue Überraschungen bereithält und die Beobachtung nie aufhört, spannend zu sein.
Den gelungenen Ausflug liessen wir gemütlich bei einem Kaffee im Restaurant Pintli ausklingen.
Am 17. September 2025 organisierte der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach (NVVT) einen informativen Vortrag über Bienen. Die Expertin Sarah Grossenbacher von BienenSchweiz erklärte den 21 anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern eindrücklich die Unterschiede zwischen Honigbienen und Wildbienen – und öffnete dabei so manches Staunen über die faszinierende Welt dieser Insekten.
Besonders beeindruckend war die Zahl der Tiere in einem Honigbienenvolk: Bis zu 30’000 Arbeiterinnen und im Frühling/Sommer bis zu 8’000 Drohnen leben in einem Volk mit einer einzigen Königin. Die Königin selbst kann drei bis fünf Jahre alt werden. Ob eine neue Königin benötigt wird, entscheiden die Arbeiterinnen. Dafür wählen sie eine Larve aus einem befruchteten Ei aus und füttern diese mit dem besonderen Futter Gelee Royal – wodurch eine neue Königin entsteht.
Ganz anders leben die meisten Wildbienen. Im Gegensatz zu den Honigbienen bilden sie keine grossen Völker, sondern sind Einzelkämpferinnen – sogenannte Solitärbienen. Mehr als die Hälfte von ihnen nistet im Boden, etwa in sandigen Flächen oder an Wegrändern. Andere suchen Nistplätze in Totholz, in markhaltigen Pflanzenstängeln (z. B. Brombeere, Karde) oder in Hohlräumen wie Spalten zwischen Steinen oder Schneckenhäusern. Überraschend war die Information, dass viele Wildbienenhotels aus dem Detailhandel für Wildbienen kaum geeignet sind.
Viele Wildbienenarten sind hoch spezialisiert und auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen – so wie etwa die Zaunrüben-Sandbiene. Leider haben viele Wildbienenarten ihre Lebensräume verloren, sowohl Nistplätze als auch die benötigten Pflanzen. Heute sind bereits 35 % der Wildbienenarten gefährdet und 10 % sogar ausgestorben.
Als Take-Home-Botschaft nahmen die Teilnehmenden mit:
Naturnahe, vielfältige Gärten helfen den Bienen.
Einheimische Blumen pflanzen ist ein wichtiger Beitrag.
Der Vortrag hat uns deutlich gemacht, wie wertvoll Bienen für die Natur sind – und wie jede und jeder von uns mit kleinen Massnahmen im Garten oder auf dem Balkon zu ihrem Schutz beitragen kann.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Referentin von BienenSchweiz für ihren engagierten und spannenden Vortrag.
Die Referentin von BienenSchweiz beim Vortrag über Honig- und Wildbienen. Foto: Cristina Sanchis GrobZaunrüben-Sandbiene. Foto: sechsbeine.de
Auch dieses Jahr – vom 29. bis 31. August – durften wir am Trimbacher Dorfmäret wieder unsere beliebte Raclette-Stube betreiben. Der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach (NVVT) freut sich sehr, dass das Wochenende ein voller Erfolg war: Viele Gäste haben bei uns Halt gemacht und die gemütliche Atmosphäre sowie das feine Raclette genossen. Vielen Dank für euren Besuch!
Ein grosser Dank geht auch an alle, die mitgeholfen haben. Mit eurem Einsatz und eurer Unterstützung konnte unsere Raclette-Stube reibungslos laufen.
Liebe Freundinnen und Freunde des Natur- und Vogelschutz Vereins Trimbach (NVVT)
Unser Verein macht in diesem Jahr beim Lokalbonus mit und hat die Chance auf finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank. Wenn ihr Genossenschaftsmitglieder oder YoungMemberPlus-Kunden bei dieser Bank seid, könnt ihr eure Stimme für unseren Verein / unser Projekt abgeben. Je mehr Stimmen wir erhalten, desto mehr Geld bekommen wir. Stimmt also fleissig für uns ab! Hier geht’s zum Projekt/Verein:
Teilnehmer/-innen bei der Winterlinde. Bild: Cristina Sanchis Grob
Am 15. Juni 2025 trafen sich 13 naturinteressierte Menschen um 8:30 Uhr bei der Vogelhütte zu einer spannenden Wald- und Gartenexkursion. Das Wetter zeigte sich zwar etwas regnerisch, jedoch angenehm kühler.
Begrüsst wurden wir mit ein paar freundlichen Worten unseres Vereinspräsidenten, der den Tag einleitete, bevor unser engagiertes Vereinsmitglied Bruno Hirsbrunner die Führung zur Waldexkursion übernahm. Mit viel Fachwissen erklärte er uns die Vielfalt der einheimischen Nadelhölzer. In der Schweiz gibt es insgesamt 13 bis 14 verschiedene Nadelholzarten. Besonders häufig sind die Lärche, die Fichte (Rottanne) und die Weisstanne. Ergänzt wird die Vielfalt durch Arten wie Arve, Eibe und Föhre.
Ein Zwischenhalt galt einem Garten, in dem eine mächtige Winterlinde steht. Hier erklärte der Exkursionsleiter anschaulich den Unterschied zwischen Sommer- und Winterlinde: die Blätter der Winterlinde sind auf der Unterseite behaart. Beide Arten ziehen zahlreiche Tag- und Nachtfalter sowie weitere Insekten an und sind somit ökologisch besonders wertvoll.
Auf dem Weg in den Wald wurde die Vegetation an sonnigen und schattigen Standorten thematisiert. Dabei lernten wir den Unterschied zwischen Alpenziest und Waldziest kennen: der Alpenziest wird grösser als der Waldziest (ca. 1 m hoch).
Ein weiteres Highlight war das Treffen mit einer Traubeneiche, bei dem der Unterschied zur Stieleiche erklärt wurde: die Blätter der Traubeneiche sind länger gestielt.
Ein besonderer Moment war die Begegnung mit einer Eibe, bei der Bruno Hirsbrunner faszinierende Aufnahmen präsentierte, die er mit dem Rasterelektronenmikroskop von Eibenblättern gemacht hatte. Anhand dieser Bilder zeigte er eindrucksvoll, wie komplex und „high-tech“ selbst kleinste Strukturen in der Natur sind.
Bei der Wernli-Villa übernahm ein weiteres Vereinsmitglied, Heinz Niedermann, die Führung durch seinen naturnahen Garten, den er seit dem Kauf der Villa vor ca. 27 Jahren liebevoll gestaltet. Ohne Pestizide oder Fungizide bietet sein Garten ein Refugium für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In verschiedenen Nischen blühen Wildpflanzen, und der ehemalige Swimmingpool wurde in einen lebendigen Teich umgewandelt, der Frösche und andere Tiere anzieht.
Der Ausklang der Exkursion fand wieder bei der Vogelhütte statt – in gewohnt gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Gipfeli. Ein gelungener und lehrreicher Vormittag, der einmal mehr zeigte, wie reichhaltig und faszinierend unsere heimische Natur ist. Ein herzlicher Dank geht an die beiden Exkursionsleiter für ihre fachkundige und engagierte Führung.
Trotz leichtem Regen besuchten 11 Kinder in Begleitung der Eltern den Anlass. Unter der Anleitung von Beni Hüsler bauten die Kinder einen Nistkasten den sie anschliessend mit nach Hause nehmen durften.
Zur Frühlingsexkursion vom 18. Mai 2025 um 07.00 Uhr versammelten sich beim Mühlemattsaal 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Begrüsst wurden wir vom Schwarzmilan und einer Gruppe Mauersegler. Wie wir von unserem Exkursionsleiter Pascal Jäggi erfuhren, war der Schwarzmilan ungewöhnlich früh unterwegs, fliegen die Greifvögel in der Regel doch zwischen 10 bis 12 Uhr. Die Mauersegler sind dieses Jahr eine Woche früher von ihrem Aufenthalt im Süden zurück. Sie sind Kolonien-Brüter und verbringen den grössten Teil ihres Lebens inklusive schlafen in der Luft. Ein Girlitz gab seinen Gesang zum Besten und mit Tempo flog ein Buntspecht vorbei. Weiter hörten wir die Gesänge der Mönchsgrasmücke, der Blaumeise und des Stieglitzes (Distelfink) und auch ein Turmfalke stand unserem Fotografen Modell.
Beim Bauernhof trafen wir auf den Hausrotschwanz und die Bachstelze, die ihr Junges fütterte. Im letzten Teil der Exkursion ab der Breite Richtung Bannwald begleitete uns der Gesang der Singdrossel, auch die Amsel, der Zaunkönig und der Zilpzalp waren immer wieder zu hören. Hoch über uns flog eine Schar Graugänse ihre V-Formation und auch ein Mäusebussard zeigte sich am Himmel.
Zum Abschluss, bevor im Restaurant Mohr in Trimbach der Anlass mit Kaffee und Gipfel endete, gab noch ein Sommergoldhähnchen seine Gesangskünste zum Besten. Insgesamt beobachteten und hörten wir 34 Vogelarten, über die unser Exkursionsleiter einiges zu erzählen wusste. Die ganze Gruppe war sich einig: es war spannend und sehr interessant.
Amsel. Bild: Christoph HenzmannBachstelze mit Nachwuchs. Bild: Christoph Henzmann
Am Samstag, 3. Mai 2025 von 10.00 – 14.30 Uhr war vor dem COOP in Trimbach lautes Vogelgezwitscher zu hören. Der Natur- und Vogelschutzverein Trimbach machte Werbung. Es gab viele interessante und spannende Gespräche und wer weiss, vielleicht auch wieder neue Gesichter im Verein.
Unsere erste gemeinsame Vogelexkursion im Jahr 2025 führte uns nach Fanel in Cudrefin. Die siebenköpfige Gruppe traf sich am 1. März 2025 um 8 Uhr beim Parkplatz La Sauge. Bereits beim Parkplatz hörten wir den Grünfink, den Buchfink, den Haus- und den Feldsperling sowie den Star.
Das Naturschutzgebiet Fanel befindet sich im Drei-Seen-Land, eine malerische Region in der Westschweiz, die sich über die Kantone Bern, Freiburg, Waadt und Neuenburg erstreckt. Seinen Namen verdankt es den drei grossen Seen: dem Neuenburgersee, dem Murtensee und dem Bielersee. Das Sumpfgebiet, bekannt für seine fruchtbaren Böden, wurde für die Landwirtschaft trockengelegt. Die Renaturierung des Fanel-Gebiets erfolgte aufgrund von Ausgleichsmassnahmen und brachte viele seltene Tier- und Pflanzenarten zurück. Dies machte die Region zu einem begehrten Ort für die Vogelbeobachtung und den Naturschutz.
Während unseres Spaziergangs Richtung Vogelobservatorium konnten wir bereits zahlreiche Kormorane, Mittelmeermöwen und Höckerschwäne beobachten. Auch Stock-, Schnatter- und Krickenten sowie mehrere Graureiher waren zu bestaunen. Die Singdrossel, die Bachstelze und der Gartenbaumläufer waren noch zu hören, während Grau- und Nilgänse auf der Wiese grasten.
Auf dem Beobachtungsturm konnten wir weitere Arten sichten, die uns Freude bereiteten: die Schellente, den Haubentaucher und den Gänsesäger.
Auf dem Weg zurück entdeckten wir auf der Wiese eine Weisswangengans und eine Gruppe von Brachvögeln, die uns als letzte Sichtungen noch ein breites Lächeln auf unsere kalten Gesichter brachten.
Trotz der kühlen Temperatur und dem zum Teil starken Wind durften wir an diesem Tag zahlreiche Vogelarten beobachten und hören.
Wenn es draussen kälter wird und das Jahresende naht, werden in Trimbach 280 Nistkasten für das kommende Jahr kontrolliert, gereinigt und wenn nötig geflickt. Auch dieses Jahr hatten die sechs 3er Gruppen des Natur- und Vogelschutzvereins Trimbach NVVT viel zu tun. Es ist immer spannend und interessant, was beim Öffnen der Vogelhäuschen zum Vorschein kommt. Welche Vogelart hat gebrütet, oder haben sich Siebenschläfer, Haselmäuse oder gar Wespen eingenistet. Manchmal sind die Nistkästen auch leer. Am häufigsten benutzen Kohlmeisen, Blaumeisen und Tannenmeisen die Bruthilfen. Auch Trauerschnäpper, Grauschnäpper und Kleiber finden sich ein. Die festgestellten Vogelarten werden erfasst und an BirdLife Schweiz, dem nationalen Naturschutzverband gemeldet. Mit diesen Informationen leisten die Ortsvereine einen wichtigen Beitrag zum Wissenstand, wie es um den einheimischen Vogelbestand bestellt ist.