Jahresendbummel 2024 vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach (NVVT)

Cristina Sanchis Grob

Wie jedes Jahr trafen sich die Mitglieder des Natur- und Vogelschutz Vereins Trimbach (NVVT) mit Begleitung zum Jahresendbummel. Am Samstag, 21. Dezember 2024 fuhren wir mit der Buslinie 506 von Trimbach bis zur Kirche St. Katharina in Hauenstein-Ifenthal. Das sonnige und herrliche Wetter begleitete die Spaziergänger*innen auf dem Weg Richtung General Wille-Haus. Die schöne Aussicht in die Alpen und die gemütlichen Gespräche rundeten die wunderschöne Wanderung ab. Nach circa einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Im General Wille-Haus liessen sich die 28 Anwesenden mit Suppe, Würstli, Brot, Kaffee und Dessert verpflegen.

Unsere Kassiererin, Brigitte Jäggi, übernahm die Ansprache aufgrund der krankheitsbedingten Abwesenheit unseres Vereinspräsidenten Pascal Jäggi. Sie liess das Jahr Revue passieren und informierte uns über neue Mitgliedschaften sowie über die kommenden Veränderungen im Vorstand.

Ein herzliches Dankeschön an Beni und Alice Hüsler für die Organisation dieses sehr gelungen Jahresendbummels und an alle Mitglieder für die grossartige Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz im Verein! Die Arbeit und das Engagement von allen machen unseren Verein zu dem, was er ist – eine gesellige und harmonische Gemeinschaft, die sich für den Natur- und Vogelschutz einsetzt.

Für das neue Jahr hat unser Verein spannende Aktivitäten geplant, die nicht nur Gemeinschaft und Freude fördern, sondern auch aktiv zum Schutz der Natur und unserer Vogelwelt beitragen. Wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit bestehenden und möglichen weiteren neuen Mitgliedern durchführen zu können.

Herbstexkursion 2024 vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach (NVVT)

Gruppenfoto: Ursula Langenegger

Text: Cristina Sanchis Grob

Am 22. September 2024 pünktlich um 8:30 Uhr haben sich sieben begeisterte Vogelbeobachter*innen des NVVT am Klingnauer Stausee getroffen. Bei dichtem Nebel machten sich die Teilnehmer*innen auf den Weg entlang der Kanalstrasse. Bereits am Anfang konnten Strassentauben, Rabenkrähen, Kormorane, Graureiher und sogar ein Gartenbaumläufer gesichtet werden. Beim Klingnauer Stausee, der ein Rastplatz für Zugvögel ist, erhofften sich die Teilnehmer*innen die Sichtung verschiedener Watvögel (Limikolen) und Enten. Diese können vom Aussichtsturm beim BirdLife Naturzentrum wunderbar beobachtet werden. Eine Gruppe von ca. 20 Bekassinen, der grosse Brachvogel, ein Silberreiher, Blässrallen, Rostgänse, Stock-, Schnatter- und Krickenten rasteten gemütlich auf den Gewässern der Auenlandschaft.

Der Ruf des Eisvogels war immer präsent und er flog immer wieder schnell vorbei, so dass er sich nicht gut beobachten liess. Auf dem Retourweg machten wir uns auf die Suche nach dem Eisvogel und so entdeckten wir ihn zu unserer Begeisterung sitzend auf einem Ast. Die Teilnehmer*innen konnten die Flugshow und die flimmernden Blaufarben des Eisvogels bewundern und zahlreiche Fotos machen.

Fast am Schluss unseres Spaziergangs hörten wir einen Grünspecht, der schnell vorbeiflog.

Insgesamt 41 Vogelarten konnten an diesem herbstlichen Tag gesichtet und/oder gehört werden. Ein Kaffee mit einem feinen Dessert beim „Frei’s aarRain Café“ in Döttingen konnten unseren Hunger und unseren Durst stillen. Wieder einmal lohnte es sich am Sonntag früh aufzustehen!

Bekassinen, Schnatterenten. Foto: Pascal Jäggi
Eisvogel. Foto: Pascal Jäggi
Eisvogel. Foto: Laura Piñeiro

Ornithologischer Grundkurs Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach

Bild: Pirol in Meienried, Grundkurs-Exkursion (Pascal Jäggi)

von Cristina Sanchis Grob

Wer hat sich schon mal gefragt, wie der Vogel im Garten heisst, welcher Vogel morgens draussen singt oder wo man in der Region einen Eisvogel beobachten kann?

Im ornithologischen Grundkurs werden die häufigsten Vogelarten behandelt, die beim Blick in den Garten oder beim Spazieren im Wald oder am See beobachtet werden können.

Der Grundkurs startet jeweils im Dezember und kann in der Dauer flexibel gestaltet werden. So können die einheimischen Vögel und Zugvögel vom Frühling bis Spätsommer erlernt und gleichzeitig in der Natur beobachtet werden.  

Im Theorieteil des Grundkurses lernt man verschiedene Vögel anhand von Merkmalen, Verhalten oder Gesang kennen. Zur Vertiefung des Erlernten werden an Exkursionen die Vögel in den jeweiligen Lebensräumen beobachtet und bestimmt. Zudem bekommt man einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten für den Schutz der potenziell gefährdeten Lebensräume.

Unser Vereinspräsident Pascal Jäggi und seine Frau Brigitte Jäggi leiten den Grundkurs und vermitteln ihr umfangreiches Wissen über die Vogelwelt auf eine professionelle und gleichzeitig humorvolle Art. Ihre Begeisterung für den Natur- und Vogelschutz und ihre nette und kollegiale Art ist bewundernswert.

Ich kann den Grundkurs bei ihnen wärmstens empfehlen. Seit einem Jahr bin ich Mietglied vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach. Vögel haben mich immer fasziniert. Deshalb wollte ich unbedingt wissen, was da draussen fliegt und piepst. Nach dem erfolgreichen Abschluss vom Grundkurs kenne ich bereits über 80 verschiedene Vogelarten und kann somit meine eigenen Naturbeobachtungen machen. Der Vogelgesang, die Flugfähigkeit der Vögel, der Vogelzug und das Brutgeschäft der einzelnen Arten ist beeindruckend!

Wenn Sie sich überlegen, den ornithologischen Grundkurs zu absolvieren oder Mitglied unseres Vereins zu werden, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Wald und Gartenexkursion mit Bruno Hirsbrunner

Von Ursula Langenegger

Am Sonntag, 16. Juni lud der Natur und Vogelschutzverein Trimbach zur Wald- und Gartenexkursion ein. In der Vogelhütte begrüsste der Präsident Pascal Jäggi. Unter der Leitung von Bruno Hirsbrunner machten sich zehn Interessierte zuerst in den Wald auf. Wir liefen durch eine im Winter gemachte Stangenholz-Durchforstung, wo wir viel über das Auswahlverfahren, die Abstände und die seltenen Baumarten erfuhren. Weiter ging es zu einem auf etwa vier Metern Höhe abgebrochenen Mehlbeerbaum, der mit zwei schönen Zunderschwämmen auf uns wartete. Der Zunderschwamm wurde nicht nur zum Feuer machen und Glut transportieren verwendet, sondern auch als Lederersatz. Dafür wurde die Trama-Zunderschicht (zwischen Kruste und Röhrenschicht) verwendet. Anschliessend besichtigten wir den Garten von Familie Niedermann in der «Wernlivilla». Dieser wurde 2005 von Pro Natura mit drei Schmetterlingen ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung für naturnahe Gärten. Wir trafen sehr viele blühende Pflanzen wie Diptam, Fuchsknabenkraut, Haferwurzel, Lein, und vieles andere mehr an. Ein grosser und zwei kleine Teiche rundeten das Ganze ab. Die Naturwiese wird Ende Juli und im Herbst gemäht. Den Abschluss der Exkursion machten wir bei der Vogelhütte. Bruno zeigte uns Aufnahmen, die unter dem Rasterelektronen Mikroskop entstanden sind. Gefertigt hat sie Rainer Foelix, vielen Dank.  

Ein um einen Eibenzweig gelegten und zugeschnürten Plastiksack, der am Anfang der Exkursion befestigt worden war, zeigte nach 2.5 Stunden ein sichtbares Resultat. Austretender Wasserdampf sammelte sich im Sack. Um das Ganze besser zu verstehen, sahen wir Fotos von der Eibennadel auf der Oberseite, Unterseite und im Querschnitt. Dies in der Grössenordnung von zwanzig Mikrometer. Der Anlass endete mit Kaffee und Gipfeli. Die Teilnehmenden waren von der interessanten und lehrreichen Führung begeistert.                                     

Vogelexkursion Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach

von Cristina Sanchis Grob

Am 05. Mai 2024 versammelten sich morgens um 7 Uhr vor dem Mühlemattsaal 11 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, um die reichhaltige frühlings Vogelwelt im Siedlungsraum zu erkunden.

Bereits beim Mühlematt konnten wir die Türkentaube und den Girlitz hören und beobachten. Die Türkentaube ruft dreisilbig „gu-guu-gu“, im Gegensatz zu der Ringeltaube, deren Ruf fünfsilbig ist („guh-guh-gu-gu-guh“). Der Girlitz gehört zu der Familie der Finken. Sein auffälligstes Merkmal ist das leuchtend gelbe Gefieder an Brust, Bauch, Kopf und Bürzel. Sein quietschender Gesang erinnert uns an einen Schlüsselbund.

Bei kühlem und regnerischem Wetter machten wir uns auf dem Weg Richtung Bauernhof. Um diese Jahreszeit kann man neben heimischen Vogelarten auch bereits erste zurückkehrende Zugvögel antreffen, wie den Hausrotschanz und die Mönchsgrasmücke, deren Gesang uns während des ganzen Spaziergangs begleitet hat.

Unsere morgendliche Wanderung führte uns zum Bahnlehrpfad, wo wir weitere Finkenarten, wie den Buch-, den Grün- und den Distelfink (Stieglitz) hören konnten.

In unserer letzten Etappe Richtung Vogelhütte hörten wir noch den unverwechselbaren Gesang des Zilpzalps. Der Zilpzalp ist einer der am weitesten verbreiteten Laubsänger in Mitteleuropa und als Kurzstreckenzieher, einer der ersten Rückkehrern in unseren Gärten. Er sieht dem Fitis zum Verwechseln ähnlich.  Unser Exkursionsleiter und Präsident des Natur- und Vogelschutz-Vereins, Pascal Jäggi, erklärte uns den Unterschied zwischen den beiden so genannten Zwillingsarten. Als Langstreckenzieher hat der Fitis wesentlich längere Flügelspitzen (die sogenannte Handschwingenprojektion).

Am Schluss unseres Ausflugs, bereits bei der Vogelhütte, konnten wir das Sommergoldhähnchen hören, das in Laub- und Mischwäldern sein Zuhause hat. In der Vogelhütte haben wir uns mit Kaffee und Tee aufgewärmt und mit Gipfeli gestärkt, während wir uns über die insgesamt 21 gesichteten und gehörten Vogelarten in einer gemütlichen Atmosphäre weiter austauschen konnten.

Winterexkursion 2024 vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach (NVVT)

Cristina Sanchis Grob

Unsere Winterexkursion vom 24.02.2024 am Wauwilermoos startete pünktlich um 8:30 Uhr beim Wauwiler Sportplatz.

Das Wauwilermoos ist aktuell ein wichtiges Naturschutzgebiet und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Die rekonstruierte Pfahlbausiedlung direkt beim Bahnhof Wauwil deutet darauf hin, dass die Moorebene früher ein See war.

Bei leicht bewölktem, aber sonnigem Wetter überquerten die 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein landwirtschaftliches Gebiet, in dem bereits viele Vögeln wie der Haussperling und der Rotmilan gesichtet werden konnten. Die Goldammer war mit ihrem Gesang und ihrem auffälligen gelben Gefieder allgegenwärtig.

Vom Beobachtungsturm aus hatten die Teilnehmer/-innen einen wunderbaren Blick auf die Moorlandschaft. In der feuchten Wiese, schön versteckt genoss eine Gruppe Bekassinen den sonnigen Morgen. Nicht weit weg von ihnen überraschte uns ein unverwechselbares Juwel, der Kiebitz. Unerwartet und wahrscheinlich aufgrund der warmen Temperaturen war diese taubengrosse, schwarz-weisse Limikole bereits Ende Februar anwesend.

Auch Graureiher, Silberreiher und Mäusebussarde flogen am Himmel, während Stockenten, Krickenten und Blässrallen im Wasser ihr Frühstück suchten.

Auf dem retour Weg zeigte uns ein Turmfalke seine Flugakrobatik. Die Bekassinen und der Kiebitz waren sicher die Highlights des Tages, aber die insgesamt 26 gesichteten und gehörten Vögeln bereiteten uns allen grosse Freude.

Herbstexkursion 2023 vom Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach (NVVT)

Cristina Sanchis Grob

Am 10. September 2023 um 8:30 Uhr beim Parkplatz Kleindöttingen durften wir die Herbstexkursion am Klingnauer Stausee bei sommerlichem Wetter starten. Unter der gewohnt interessanten und kompetenten Leitung von Pascal Jäggi konnten die sieben Teilnehmer*innen einen tollen Sonntagvormittag geniessen. Bereits beim Parkplatz hörten wir einen Grünspecht. Sein Gesang ist ähnlich wie der vom Schwarzspecht, bei dem aber der Ruf einen verzögerten Anfang hat (wie ein Motor beim Starten).

Bei der Aarebrücke durften wir bereits viele gefiederte Arten sichten und hören, unter anderen den Kormoran, die Wasserralle und den Eisvogel. Bezüglich des Eisvogels konnten wir lernen, dass man das Geschlecht aufgrund der Farbe des Schnabels erkennen kann. Das gesichtete Exemplar war daher männlich, da sich weibliche Eisvögel am roten Schnabel („Lippenstift“) erkennen lassen.

Nach diesen grossartigen ersten Beobachtungen machten wir uns auf den Weg entlang der Aare in Richtung Aussichtsturm beim BirdLife Naturzentrum. Dabei konnten wir sehr viele verschiedene Vogelarten sehen und hören, wie die Rabenkrähe, die Ringeltaube, den Buntspecht, den Star, die Mönchsgrasmücke, den Distelfink, die Blaumeise, den Grünfink, die Bachstelze, den Gartenbaumläufer, den Zilpzalp, den Zaunkönig, die Kohlmeise, den Haubentaucher, den Buchfink und die Sumpfmeise.

Auf dem Aussichtsturm hatten wir eine wunderschöne Aussicht über den Klingnauer Stausee. Dieser hat internationale Bedeutung als wichtiger Lebensraum und Rastplatz für Wasservögel und Limikolen (Watvögel) auf den Zug ins Winterquartier. Neben vielen Entenvögeln (Schnatterente, Löffelente, Pfeifente, Kolbenente, Tafelente, Reiherente, Krickente, Rostgänse, Brandgänse, Nil- und Graugänse) konnten wir Blässhühner, Silber- und Seidenreiher sowie Zwergtaucher beobachten. Auch Limikolen wie die Bekassine und der Alpenstrandläufer konnten wir mitten im Sumpf bestaunen. Über die Limikolen haben wir gelernt, dass man sie in drei Gruppen, je nach Schnabel- und Kopflänge, einordnen kann: Schnabel länger, etwa gleich lang oder kürzer als die Kopflänge. Die Bekassine gehört daher zu der Gruppe „mit dem langen Schnabel“ und der Alpenstrandläufer zu denen „mit dem mittleren Schnabel“.

Insgesamt durften wir 48 Vogelarten sehen und hören und zahlreiche Details dazu lernen.

Zum Abschluss unserer erneut sehr lehrreichen Exkursion des NVVT konnten wir uns beim „Frei’s aarRain Café“ in Döttingen abkühlen und stärken. Eine echt tolle Exkursion, für die sich ein noch früheres Aufstehen lohnen würde.

Waldexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Trimbach NVVT

Gerold Senn

27 Personen trafen sich am Sonntag, den 11. Juni 2023 um 08.30 Uhr unter der kundigen Führung von Bruno Hirsbrunner zur Waldexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Trimbach beim Mühlemattsaal in Trimbach. Wir erfuhren viel Interessantes und Neues über den Wald, die Bäume und Sträucher. Nach einer kurzen Einführung staunten wir nicht schlecht, dass sich der grösste Baum, eine Sumpfzypresse mit einem Stammdurchmesser von ca. 14 m in Mexiko befindet. Unsere Wälder haben solche Baumriesen nicht zu bieten. Beim ersten Stopp Richtung «Schoneflüehli» erfuhren wir, dass Bäume einen grossen Platzbedarf haben. Dieser beträgt für eine ausgewachsene Eiche 12-15 m2. Deshalb ist die Ausholzung, die Pflege und Auswahl der richtigen Nachbarbäume sehr wichtig. Liegen gelassenes Totholz diente früher als Brennstoff oder wurde aus purem Ordnungssinn weggeräumt. Heute ist das nicht mehr so. Es ist die Lebensgrundlage zahlreicher Pilze, Insekten und auf dem Moderholz wachsen wieder neue Bäume. Auf dem Weg Richtung Vogelhütte gab es noch weitere Zwischenstopps. Auf engstem Raum auf dem Aussichtspunkt «Känzeli» sahen wir zehn Baumarten: Feldahorn, Holzapfel, Rotbuche, Esche, Eiche, Mehlbeere, Kirschbaum, Föhre, Eibe und Weissbuche (Hagebuche) und diverse Sträucher: Weissdorn, Gemeines Geissblatt, Hartriegel, Liguster, wolliger Schneeball, Schwalbenwurz. Auch begegneten wir einem eindrücklichen Riesen, einer ca. 100-jährigen Douglasie (Douglastanne) mit einem Stammumfang von ca. 85 cm. Interessant war auch etwas über die Besitzverhältnisse des Waldes zu erfahren. Gehören doch etwa 1/3 der Waldflächen dem Kanton, 1/3 den Gemeinden und 1/3 ist in Privatbesitz. Seit dem Jahr 1876 sorgt das Waldgesetzt dafür, dass der Wald in der Schweiz nachhaltig bewirtschaftet und erhalten bleibt. Kurz vor unserem Ziel trafen wir auf den «Kindergarten». Auf diesem Platz wachsen auf engstem Raum unzählige, diverse kleine Bäume und Sträucher. Nach drei Stunden erreichten wir die Vogelhütte, wo uns als Abschluss Kaffee, Gipfeli und Kuchen serviert wurde. Kompetent und mit viel Fachwissen hat uns Bruno Hirsbrunner den Wald mit all seinen Facetten wieder nähergebracht. 

Vogelexkursion Natur- und Vogelschutz Verein Trimbach

Christina Sanchis Grob

Pünktlich trafen wir uns am Sonntag, 30. April 2023 um 7:00 Uhr vor dem Mühlemattsaal in Trimbach. Es war etwas kühl, aber trocken. Die 14 Teilnehmer und Teilnehmerinnen starteten sehr motiviert die vom Verein organisierte, jährliche Frühlings-Vogelexkursion.

Nach einer kurzen Begrüssung vom Exkursionsleiter und Präsidenten des Natur- und Vogelschutz-Vereins, Pascal Jäggi, sind wir Richtung Mühleweg gelaufen. Bei einem ersten Stopp dort konnten wir Spatzen (Haussperlinge) sehen und hören, Stare beobachten und sogar den schönen Flug eines Schwarzmilans geniessen. Türkentauben und Grünspechte waren auch früh unterwegs.

Weiter vorne beim Bauernhof, wo sich aufgrund der hohen Insektenmenge viele Vögel aufhalten, konnten wir Gartenbaumläufer in den Dachziegeln, Kolkraben, Rauchschwalben mit ihren typischen weissen Bürzel und sogar eine Gebirgsstelze sehen, die sich ganz im Gegensatz zu ihrem Namen, gerne an Waldbächen und -flüssen aufhält.

Wir machten uns dann auf den Weg über die Milchgasse und die Baslerstrasse Richtung Dorfbach. Auf den Steinen im fliessenden Bachwasser trafen wir die Wasseramsel. Es war ein Spektakel für alle zu sehen, wie die Wasseramsel eintauchte, um ihre Nahrung unter dem Wasser zu suchen. Auch die Erklärungen vom erfahrenen Ornithologen Pascal Jäggi über die Taucheigenschaften der Wasseramsel haben uns fasziniert.

Danach machten wir uns auf entlang des Dorfbaches Richtung Wald. Mit gespitzten Ohren und „Adleraugen“ konnten wir mehrere Vogelarten hören und einige in den Baumwipfeln sehen, wie zum Beispiel die Mönchsgrasmücke, das Sommergoldhähnchen (der kleinste Vogel der Schweiz) mit seinem typischen gelben Mittelstreifen auf dem Kopf und seiner „Sonnenbrille“, den Zaunkönig mit seinem lauten Gesang, und den Zilpzalp, der seinen Namen „zilp-zalp-zilp-zalp-zilp-zalp-zilp-zalp“ singt.

Beim Waldausgang Höhe Freie Strasse kamen wir nach zwei einhalb Stunden zum Abschluss unserer lehrreichen Vogelexkursion an. Insgesamt durften wir 20 Vogelarten sehen und 18 hören, wobei das Hören eine Kunst für sich ist. Im Restaurant Mohr konnten wir uns mit Kaffee und Gipfeli beim gemütlichen Plausch aufwärmen und stärken. Es war ein gelungener Sonntagmorgen!